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TINA MÜNDECKE




NAME
: tina mündecke
GEBOREN: 1978
WOHNORT: berlin
BERUF: gelernte mediengestalterin, zur zeit studentin sozialwissenschaften

KONTAKT

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an welchem ort liest du am liebsten?
Gar nicht so eine leichte Frage als Starter, da Bücher im Gegensatz zum Online-Medium sehr transportabel sind. Ich genieße Lesefutter unterwegs (gehöre Gott-sei-Dank nicht zu den Leuten, denen beim Fahren beim Lesen schlecht wird), in der Badewanne, im Sitzen, im Liegen, im Stehen, vor dem Einschlafen, zum Einschlafen, zum Aufwachen und manchmal auch auf dem Klo. Wenn ich mich jedoch, wie gewünscht, auf einen Lieblingsort festlegen muss, dann ist es wohl ohne Zweifel mein hochgemütliches Bett, mit einer Wärmflasche auf den Füßen, fett eingemummelt und am besten noch mit was Warmen zum Trinken umgeben (im Sommer dann die Variante mit Eiswürfeln auf den Füßen und was Kaltem zu trinken).


welches buch hast du als letztes gelesen?
genau erinnere ich mich nicht, da ich meist mehrere Bücher parallel lese und welches ich als erstes abschließe meist unwichtig ist oder vom Ausgeliehenstatus bei Freunden abhängt. Aber ich meine mich zu erinnern, dass es wohl das Buch "I don’t know how she does it" (dt: Working mum :-) von Allison Pearson, gewesen sein muss, das mir ein Freund aus London mitgebracht hat. Meine Meinung kurz zum Buch: sehr unterhaltsam a la Bridget Jones - nur das die Erzählerin eine erfolgreiche, berufstätige Mutter von zwei Kindern ist, die sowohl ihre private Welt als auch ihren Job unter einen Hut zu kriegen hat. Etwas enttäuschend das Ende, welches nach motivierend mutzusprechendem Startschuss eher in Richtung einer Kapitulation abdriftet, ohne Alternativen aufzuzeigen. Oh, und parallel in der U-Bahn die Kurzgeschichten "Der Wanderer" von Paulo Coelho, sehr nachdenkliche aber gute kurze Weisheiten.


was war das schlechteste buch, das du gelesen hast?
Kann ich nicht ganz beurteilen, da ich ein "schlechtes" Buch meist zur Seite lege, um es dann irgendwann weiterzulesen, was meist nicht geschieht und dazu führt, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich nur nicht bis zur entscheidenen Stelle weitergelesen habe oder ob es wirklich einfach nur schlecht ist. Als schlecht definiere ich ein Buch, welches mich ganz persönlich nicht erreicht und anspricht, zu durchschaubar oder aber zu komplex ist. Besonders Autobiografien von ansonsten interessanten Menschen tendieren oft dazu, zu facettenreich zu werden, da sie nicht trennen können, wie detailliert Dinge beschrieben werden sollten. Da dies aber nur meine Kriterien sind und andere Menschen, andere Dinge beurteilen und gerade für wichtig erachten und schätzen, möchte ich nur festhalten, es gibt Bücher zu denen ich keinen Zugang finde, wie z.B. das viel gelobte Buch "The god of the small things" (dt: Der Gott der kleinen Dinge) von Arundhati Roy oder auch "Shanghai Baby" von Wei Hui.


lassen sich die bücher, die du liest, in ein bestimmtes genre einordnen (krimi, kurzgeschichten, sachbuch etc.)?
Ein bestimmtes Genre habe ich nicht, ich lese kreuz und quer von leichter Unterhaltung bis Klassiker plus alle oben aufgeführten Richtungen und mehr. Es kommt immer darauf an, woher ich meine Bücher bekomme, ob sie mir von Freunden empfohlen und ausgeliehen werden oder ob ich sie irgendwo aufgrund von Äußerlichkeiten oder Listen gefunden habe.


was macht für dich ein "gutes" buch aus?
Oh, ein gutes Buch, da bringst Du mich ins Schwärmen... Eigentlich alles was ein schlechtes nicht hat (siehe oben). Es ist fast wie mit der Liebe: man kann es kaum beschreiben, da es einfach nur perfekt passt und man aber nicht genau weiß wieso eigentlich. Ich probiere es mal so, ein gutes Buch lässt einen von der ersten bis zur letzten Seite nicht los und im Extremfall kommt man deswegen zu verdammt wenig Schlaf. Einen guten Roman zeichnet z.B. aus, dass man sich in die Personen hineinversetzen kann, mit ihnen leidet und liebt oder aber man sie nachvollziehen kann, obwohl ihre Handlungen für einen unvorstellbar sind. Ein gutes Sachbuch langweilt nicht sondern eröffnet neue Perspektiven auf ein Thema, es fasziniert und entlockt einem Oh’s und Aha’s. Und wenn diesem Grundeindruck noch etwas hinzugefügt werden sollte, so wäre es nur dies, dass umso mehr Bücher man liest, ein Buch das einen immer noch überrascht, verdammt gut ist.





wo bewahrst du deine bücher auf?
In einem mittlerweile viel zu vollem Bücherregal. Obwohl ich vor meinem Umzug schon einige Bücher aussortiert und verschenkt hatte, stehen die Bücher immer noch in Zweierreihen hintereinander, was erstens dazuführt, dass ich viele gute übersehe und sie somit nicht Freunden empfehlen kann, und zweitens, das keine neuen mehr hineinpassen, und drittens, dass ich die die ich noch lesen wollte bisher aber noch keine Zeit hatte, übersehe.


jeder hat ein buch (oder bücher) von dem er sich wünscht, alle sollten es lesen. mit anderen worten: welches ist dein lieblingsbuch und warum?
Gut, dass Du gleich die Pluralform hinzugefügt hast, sonst wäre es verdammt schwer geworden. Bücher der "Chicken Soup for the Soul" (dt: Hühnersuppe für die Seele) Reihe, weil es trotz amerikanischer Überemotionalisierung Kurzgeschichten sind, die gerade durch ihre persönlichen Momente (Geschichten eingesandt von Menschen wie Du und ich) herzzerreißend aber auch dadurch sehr aufbauend, motivierend und beruhigend sind. "Mein erstes T-Shirt" von Jakob Hein: leichte Kost a la "Generation Golf" allerdings aus ostdeutscher Sichtweise, herzerfrischend für den Sommer. "Trauer und Hoffnung" von Noa Ben Artzi-Pelossof, die Enkelin des ermordeten Jitzhak Rabins, eine sehr persönliche Beschreibung einer ganz anderen Sicht auf den Staatsmann Rabin und das Land Israel. Gerade das Alter der Autorin hebt ihr Werk (geschrieben mit 20 Jahren) hervor, da es nicht maßgeblich versucht einen politisch dafür aber emotional einzunehmen. "Down Under" (dt: Frühstück mit Kängurus) von Bill Bryson: Eine komische Reisegeschichte quer durch Australien, gekennzeichnet durch einen hervorragenden Humor und wunderschöne literarische Landschafts-, Leute- und Launebeschreibungen. Hebt sich von seinen anderen Reisebeschreibungen durch durchweg positive Erlebnisse ab und entführt einen in ein verführerisches Land. "Als der Blues begann" von Janice Deaner und und und ich könnte länger so weitermachen deswegen lasse ich es hierbei besein.