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ANTJE RÁVIC STRUBEL




NAME: Antje Rávic Strubel
GEBOREN: 1974
WOHNORT: Potsdam
BERUF: Schriftstellerin
WEBSITE: antjestrubel.de

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An welchem Ort lesen Sie am liebsten?
Vor dem Bücherschrank, auf dem Fußboden, am Schreibtisch, am Erkerfenster, im Zug und im Bett.


Welches Buch haben Sie als letztes gelesen?
Modern-Day Vikings. A Practical Guide to Interacting with the Swedes“ von Christina Johansson Robinowitz und Lisa Werner Carr (Recherche) & „Gösta Berling“ von Selma Lagerlöf.


Was war das schlechteste Buch, das Sie je gelesen haben?
Schlechte Bücher sind für mich mittelmäßige Bücher, Bücher, die sich bei den Lesern anbiedern und taub ihrer eigenen Sprache gegenüber sind. Und da ich die schon während des Lesens vergesse, sowieso nie zu Ende lese und erst recht im Nachhinein nicht mehr auseinanderhalten kann, ist es unmöglich, das schlechteste anzugeben.


Lassen sich die Bücher, die Sie lesen, in ein bestimmtes Genre einordnen (Krimi, Kurzgeschichten, Sachbuch etc.)?
Ich lese immer einen oder zwei Romane, täglich die Zeitung, häufig Kurzgeschichten, regelmäßig Lyrik, manchmal philosophische oder literaturhistorische Texte, hin und wieder Theaterstücke, selten Sachbücher und beinahe nie Krimis.


Was macht für Sie ein "gutes" Buch aus?
Die Autorin oder der Autor dieses Buches weiß, daß im Grunde alles bereits gesagt worden ist, und schreitet mutig ins Nichts.


Wo bewahren Sie ihre Bücher auf?
Im Bücherschrank, auf dem Fußboden, auf dem Schreibtisch, im Nachttisch, im Bad und im Bett.


Jeder hat ein Buch (oder Bücher) von dem er sich wünscht, alle sollten es lesen. Mit anderen Worten: Welches ist Ihr Lieblingsbuch und warum?
Ich kann mich nicht auf eines beschränken. Es gibt folgende fünf:

- Joan Didion: „Demokratie.“ – Eine vibrierende Klinge im Holz traditioneller Erzählweisen und gesättigten Denkens.

- Djuna Barnes: „Nachtgewächs.“ - Eine gläserne Liane über dem emotionalen und intellektuellen menschlichen Abgrund.

- Ernest Hemingway: „Der Garten Eden.“ – Ein Buch, in dem Hemingway über sich hinauswächst, leider erst nach seinem Tod veröffentlicht.

- Vladimir Nabokov: „Sieh doch die Harlekine!“ – Ein Gelächter über das nicht auszumerzende Begehren nach Autobiografischem in der Literatur.

- Samuel Beckett: „Wie es ist.“ – Eine Meditation.



Liebe Frau Strubel, herzlichen Dank für das Interview und alles ersehnlich Gute für die Zukunft.






Der aktuelle Roman von Antje Rávic Strubel „Kältere Schichten der Luft
ist im S. Fischer Verlag erschienen.





© by Bernd Sperber/Antje Rávic Strubel, Mai 2007.
© Foto by S. Fischer.