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JUDITH
SOMBRAY

NAME: Judith Sombray
GEBOREN: 1979
WOHNORT: Hamburg
BERUF: Freie Illustratorin
WEBSITES: milchkleid,
milchkleid/blog
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An welchem Ort liest Du am liebsten?
Früher immer im Bett, heute meist in der Küche, ab und an auf der Couch.
Welches Buch hast Du als letztes gelesen?
Reichlich verspätet: "Der
Vorleser" von Bernhard Schlink.
Was war das schlechteste Buch, das Du gelesen
hast?
Das kann ich so nicht sagen. Richtig schlechte Bücher lese ich nicht
ganz. Ein Buch allerdings erinnere ich, über das ich mich vor Jahren
etwas geärgert habe, wenn man das so sagen kann: "Die
Luftgängerin" von Robert Schneider. Dieses Buch beginnt fulminant
und saugt einen förmlich ein, nur um dann etwa ab der Hälfte den Eindruck
zu machen, der Autor hätte keine Idee gehabt wie es weitergehen soll
und das Buch rinnsalhaft und planlos zu Ende tröpfeln lassen.
Lassen sich die Bücher, die Du liest, in ein
bestimmtes Genre einordnen (Krimi, Kurzgeschichten, Sachbuch etc.)?
Nein, überhaupt nicht. Hauptsächlich lese ich wohl Romane und Kurzgeschichten,
das aber Genreübergreifend. Ich habe eine heimliche Vorliebe für deutschsprachige
Autoren (Markus Werner, Genazino, von Düffel, Frisch, diese Richtung),
eine bestimmte Art der Sprache und Stimmung in Büchern, das wohl eher.
Was macht für Dich ein "gutes" Buch aus?
Eines, dessen Sprache mich zaghaft oder sofort gefangennimmt und mir
Stimmungen, Menschen und Orte so beschreibt, dass sie mir fassbar werden.
Ein gutes Buch fehlt einem auch richtig, wenn man gerade nicht die Zeit
hat, es weiterzulesen.
Wo bewahrst Du Deine Bücher auf?
Neben dem Bett, auf der Waschmaschine und im Gang, in einem großen Bücherregal,
das ein Onkel von mir irgendwann zusammengezimmert hat und welches gleichzeitig
als Garderobe dient.
Jeder hat ein Buch (oder Bücher) von dem er
sich wünscht, alle sollten es lesen. Mit anderen Worten: Welches ist
Dein Lieblingsbuch und warum?
Das ist schwierig. Es wechselt immer wieder. Manche kommen zurück, manche
berauschen mich nur monateweise, je nach Stimmung, oder Bedarf? Was
trotzdem jeder mal lesen sollte: Paul
Celan: "Ausgewählte Gedichte", weil er nie langweilig wird und
immer wieder neu verstanden werden kann.
Liebe Judith, herzlichen Dank für das
Interview und weiterhin viel Erfolg mit Deinen Arbeiten und vor allem
viel Freude beim Lesen!
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