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ALEXA
HENNIG VON LANGE

NAME: Alexa Hennig von Lange
GEBOREN: 1973
WOHNORT: Hannover
BERUF: Schriftstellerin
WEBSITE: alexahennigvonlange.de
KONTAKT
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An welchem Ort liest du am liebsten?
Zu Hause, im Wohnzimmer, auf dem Sofa. So kann ich gleichzeitig Musik
hören, vorzugsweise Klavierstücke, und ab und zu in den Garten hinaus
sehen.
Welches Buch hast du als letztes gelesen?
"Fast
ganz die Deine" von Marcelle Sauvageot, "WahnsinnsFrauen"
von Sibylle Duda. Und natürlich mein eigenes "Warum
so traurig?"
Was war das schlechteste Buch, das Du je gelesen
hast?
Ich habe noch nie ein schlechtes Buch gelesen, denn ich klappe es sofort
wieder zu, wenn ich merke, die Sprache, der Inhalt berühren mich nicht.
Behauptete Geschichten sind kaum zu ertragen.
Lassen sich die Bücher, die Du liest, in
ein bestimmtes Genre einordnen (Krimi, Kurzgeschichten, Sachbuch etc.)?
Grundsätzlich interessiere ich mich für Texte, die den inneren Prozess
einer Figur wiedergeben. Dabei spielt für mich weniger die Form eine
Rolle, als das Thema. Es muss mich betreffen, mir einen Raum eröffnen,
in dem ich mein eigenes Leben reflektiert sehe.
Was macht für Dich ein "gutes" Buch aus?
Das Geschilderte muss nachvollziehbar, für den Leser erlebbar sein.
Sobald sich für mich beim Lesen eine neue Welt, eine Spiegelzelle eröffnet,
in die ich eintreten kann, in der ich mich wiederfinde, aufgehoben fühle,
bin ich sehr dankbar.
Wo bewahrst Du Deine Bücher auf?
Im Bücherregal im Wohnzimmer, auf dem Fußboden in meinem Arbeitszimmer,
auf meinem Schreibtisch, auf meiner Fensterbank, auf meinem Nachttisch,
unter dem Bett. Nur verleihen mag ich meine Bücher nicht so gerne. Ich
befürchte, sie nicht wiederzubekommen. Ein gelesenes Buch bedeutet immer
auch Heimat für mich.
Jeder hat ein Buch (oder Bücher) von dem er
sich wünscht, alle sollten es lesen. Mit anderen Worten: Welches ist
dein Lieblingsbuch und warum?
"Montauk"
von Max Frisch. In seiner Knappheit erfaßt es auf so nachvollziehbare
Weise ein vielschichtiges Erleben und Erinnern an ein fast vergangenes,
geistvolles Leben.
Liebe Alexa, herzlichen Dank für das Interview
und alles ersehnlich Gute für die Zukunft.
Der aktuelle Roman von Alexa Hennig von Lange "Warum
so traurig?"
ist im Rowohlt Verlag
erschienen.
© by Bernd Sperber/Alexa
Hennig von Lange, Oktober 2005.
© Foto by Marcus
Höhn.
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