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BÜCHER SEPTEMBER 05




Jonathan Safran Foer - Extrem laut und unglaublich nah

dies ist eines der bücher, die mir einen grund liefern, diese website weiter zu führen. die mich stundenlang vor dem rechner sitzen lassen, nur um die passenden lobesworte dafür zu finden. ein buch, welches mich hoffen lässt, dass irgendwer da draußen meine teilweise womöglich nicht sonderlich runden und geglückten worte lesen wird, danach alles stehen und liegen lässt um in den nächsten buchladen zu eilen um sich genau dieses buch zu kaufen. es dann zu lesen und meine meinung teilt. das, genau das ist es, was ich mir wünsche ...

schon als ich den erstling des mittlerweile 28-jährigen autors "alles ist erleuchtet" las, war ich von dem unglaublichen talent überrascht. (wie schafft es ein so junger typ ein ganzes buch zu schreiben, wenn ich in einem ähnlichen alter nicht mal fähig bin, eine ordentliche buchkritik auf's virtuelle papier ;o) zu bringen). und allzu oft stellt man sich die frage, kann die folgearbeit das hochgelobte debut noch toppen? ja, sie kann, denn dieser roman ist noch viel viel besser!
jonathan safran foer hat sich den terror des 11. september als thema ausgesucht. allerdings geht es hier nicht um eine anklage, nicht um die politik. nein, hier geht es um ein einzelschicksal. es geht daraum, was mit einem passiert, wenn man einen geliebten menschen verliert. genauso gut hätte der 8 jährige oscar seinen vater bei einem zugunglück verlieren können. das endergebnis wäre das gleiche gewesen. aber egal, foer hat sich eben für die anschläge auf new york als hintergrund entschieden.

es ist nicht einfach, über dieses buch zu schreiben. denn es steckt so viel in ihm. so viele kleine, unglaublich gut gemachte szenen, die am ende fast einen etwas faden nachgeschmack hinterlassen. man klappt das buch zu und ist ersteinmal regelrecht platt. man sitzt da und macht sich seine gedanken. zweifellos vorrangig über den inhalt, aber auch darüber wie es dieser junge autor geschafft hat, das ganze zu berichten.

eigentlich hat dieses buch drei erzählstimmen. das ist zum einen natürlich vorrangig der kleine oscar. wie schon erwähnt, hat er seinen vater am 11. september verloren. er kann das ganze natürlich nicht fassen, stellt sich immer die frage, warum das ganze passieren konnte. und so macht er sich, so komisch es klingt, auf die suche nach seinem geliebten vater. auf dessen schrank findet er eine vase, darin ein umschlag mit einem schlüssel. auf dem umschlag das wort "black". oscar forscht nach. was hat es mit dem schlüssel aufsich? was hatte sein vater damit zu tun? wie soll er in der riesigen stadt new york das passende schloss finden? so hat er ersteinmal nur die aufschrift "black" als hinweis. doch was bedeutet es? handelt es sich um die farbe? oder wohl doch eher um einen namen? der kleine oscar, den man durchaus mit all seinen macken und seiner ungewöhnlichen intelligenz als leicht autistisch bezeichnen kann, macht sich auf die suche. er versucht alle in der stadt lebenden personen mit dem namen black ausfindig zu machen, um sie nach seinem vater und dem schlüssel zu befragen. im laufe seine nachforschungen trifft er auf die unterschiedlichsten menschen. und es scheint, keiner kann ihm weiter helfen...

schon allein oscars geschichte würde den kauf des buches rechtfertigen, so liebevoll, originell, heiter aber auch traurig ist sie erzählt. man schmunzelt über die taten des kleinen kerls, man ist fasziniert von seinen einfällen. und andererseits trauert man auch mit ihm. versteht die unverständlichkeit und die sinnlosigkeit, die der tod seines vaters für ihn bedeutet.
das highlight des romans ist allerdings die geschichte von oscars großeltern. sie wird abwechselnd von den beiden in form von briefen erzählt. und wenn man dies liest, kann man es kaum fassen, dass so ein junger autor das ganze geschrieben hat. so wunderbar ist alles konstruiert, mit so viel gefühl und reife. mal unglaublich romantisch, mal sind die erlebnisse von solch einer kraft, brutalität und härte, von solch einer trauer, dass man oftmals fast die tränen zurückhalten muss. wer es schafft, solche gefühle beim leser zu erwecken, der ist ein großer, nein - ein ganz großer schriftsteller! die lebens-, leidens- und liebesgeschichte der beiden großeltern strotzt nur so vor erzählerischer wucht. dies ist vor allem bei der großartigen beschreibung der bombadierung dresdens zu spüren. ich würde sehr gerne mehr über diese sequenzen berichten, halte mich aber zurück. dies ist zu kostbar um es zu verraten. man muss es selbst entdecken und erlesen.

vielleicht sollte man noch kurz die aufmachung dieses buches erwähnen. schon alleine das cover ist meisterhaft gestaltet und sticht aus den teilweise unerhört schrecklichen einbänden, die man so zu gesicht bekommt, regelrecht und äußerst positv hervor. auch im innenteil wird man mehr als einmal mit ungewöhnlichen gestaltungsmitteln überrascht. wann findet man in einem roman schon mal fotos, nur mit ein paar worten beschriebene oder gar ganz leere seiten? blättert man weiter so sieht man fasziniert über die vierfarbigen, handschriftlichen worte oder textpassagen, die aussehen wie ein korrekturabzug, an denen stellen mit rotem stift markiert sind. dies nur nebenbei. natürlich hat dies alles einen genauen sinn, den man nach und nach beim lesen versteht. hier hat sich jemand also gedanken gemacht. und um es nochmal zu sagen, auch dieser ungewöhnliche aufbau des buches zeugt von einem unglaublichen ideenreichtum des autors.

bleibt mir am ende meiner lobeshymne nur nochmal ausdrücklich jedem dieses wunderbare, brillante und außergewöhnliche buch zu empfehlen!

BEWERTUNG: *****






Paula Köhlmeier - Maramba

"zwei tage nach unserem spaziergang stieg paula auf den berg, fiel und kam nicht mehr nach hause."
mit dem letzten satz des buches, aus dem nachwort der eltern monika helfer und michael köhlmeier, möchte ich beginnen.
paula war einige zeit in mexico, arbeitete als filmvorführerin in wien und besuchte später eine filmakademie mit dem schwerpunkt drehbuch. im sommer 2003 verunglückte sie mit nur 21 jahren tödlich. die eltern haben nun das buch "maramba" herausgegeben. es ist ein beeindruckendes werk und ich bin sehr froh, dass ich es lesen durfte.

eigentlich wollte paula einen roman schreiben. letztendlich war das aber doch nicht ihr ding und so finden sich in diesem werk hauptsächlich kurzgeschichten, ja teilweise nur kurze aufzeichnungen, gerade mal zwei seiten lang. das besondere an paula köhlmeiers werk ist wohl hauptsächlich der sehr melancholische grundton, der die meisten geschichten durchzieht. aber auch ihre außergewöhnliche sprache. um dies zu verdeutlichen, hier ein paar beispiele:

- mein mann hat seine mutter wieder aufgeblasen, nachdem sie platt auf dem boden lag.
- meine gedanken sind sorgfältig verpackt in meinem kopf, aber sie kommen ungeordnet aus meinem mund. meine gedanken sind wie ein fallschirmspringer, der nicht springern will
- die stadt ist ein dorf. irgendwann wurde aus dem dorf eine stadt, und weder mensch noch dorf wußten warum.
- er geht in die eine richtung, und ich sehe in die andere. wir haben uns ausgepackt. der rucksack ist leer. die gegenstände liegen auf der straße.
- als er starb, hatte er eine tochter und eine frau. die frau war eifersüchtig. er blieb bei der frau wegen des kindes, und er blieb bei keinem wegen der schlaftabletten.
- ich zündete eine zigarette an und dachte an die freunde, die ich nie hatte.


dieses buch ist sicherlich nicht für jedermann geeignet. ich kann mir sehr gut leser vorstellen, die damit überhaupt nichts anfangen können. ich allerdings war begeistert von dieser autorin. es ist unendlich schade, dass "maramba" wohl das einzige werk sein wird, welches wir von paula köhlmeier zu lesen bekommen. und das ist unendlich schade. andererseits macht der tragische tod der autorin das ganze zu einem ganz großen juwel.
"maramba" zählt ab sofort eindeutig zu meinen lieblingsbüchern. vor allem, weil es ein buch ist, in dem man immer wieder einmal schökern kann. ich möchte diese außergewöhnliche autorin hiermit jedem nur ausdrücklich ans herz legen!

BEWERTUNG: *****






Fernanda Eberstadt - Liebeswut

eigentlich hätte ich es mir denken können, wenn ein buch mit jonathan franzen verglichen wird, kann es nichts für mich sein. und so ist es auch. nach genau 310 seiten habe ich diesen roman nahezu am rande eines nervenzusammenbruchs ins regal gestellt. läßt man das "liebes" im titel einmal weg, bleibt noch das schöne, kleine wort WUT. genau dieses gefühl hatte ich bei während des lesens.

was will dieses buch? hat es überhaupt ein ziel? möchte es dem leser etwas mitteilen oder will es ihn nur über dutzende seiten hinweg langweilen? was ich mir unter dem roman vorgestellt habe, war eine liebesgeschichte. die noch dazu in new york spielt. eigentlich gute voraussetzungen für eine gute story. doch frau eberstadt konnte mich leider in keinster weise, über keine einzelne seite lang fesseln.

das fängt schon bei den figuren an. ihre handlungen, ihre berufe sind so dermaßen langweilig und nichtssagend. außerdem habe ich den eindruck, die autorin hätte sich helden in ihrem alter aussuchen sollen. denn die hauptperson soll eigentlich um die 30 jahre alt sein. beim lesen hat man allerdings den eindruck sie wäre über 50. aber das nur nebenbei.
wichtig sollte eigentlich die handlung sein. aber auch hier geht schlichtweg nichts voran. das ganze plätschert so dermaßen dahin, dass man nach jedem umblättern hofft, die geschichte würde nur endlich mal starten. aber nein, ein langweiliges ereignis folgt dem anderen. man kann fernanda eberstadt nicht unbedingt vorhalten ihr roman wäre kitschig. doch vielleicht hätte er es an manchen stellen sein sollen. denn vielleicht wäre dann wenigstens ein wenig gefühl und charme aufgekommen.

was erwarte ich eigentlich von einer liebesgeschichte? jedenfalls nicht das, was mir hier aufgetischt wird. denn eberstadt erzählt ihre story so kalt und langweilig, dass sicherlich eine einkaufsliste oder ein telefonbuch spannender zu lesen wäre. frau trifft auf mann - ohne die geringsten probleme finden sie zueinander - frau schläft mit mann - frau wird schwanger - es kommt zu kleinen streiterein - beide versöhnen sich wieder ... das ist in etwa das, was im buch über 300 seiten hinweg beschrieben wird. was soll das? nicht einmal die klischeeproblemchen, die von vorne herein ersichtlich sind, bringen drive in die handlung. denn die heldin stammt aus einer reichen familie, während ihr liebhaber ein armer schlucker ist, der als puppenspieler versucht sein geld zu verdienen. was ganz nebenbei bemerkt auch nicht wirklich etwas neues ist ... also stellt sich mir letzendlich die frage: warum soll ich so etwas lesen? was gibt mir so ein buch? wenn das eigene leben spannender ist. wenn man in einer stinknormalen beziehung mehr probleme hat, als dieses pärchen. und sei es nur eine kleinigkeit im sinne von "wer macht denn heute den abwasch". würde ich dies beschreiben, es wäre sicherlich interessanter als die erlebnisse der helden in "liebeswut".

jetzt mag man mir vorhalten, ich hätte den roman zu ende lesen müssen. denn genau ab seite 350 wäre doch alles viel besser geworden. nein. ich habe mich allzu oft, durch langweilige bücher gequält. diesmal nicht. diesmal überlasse ich die freude denjenigen, die bisher noch keine guten bücher gelesen haben und denjenigen kritikern, die aus jedem quatsch ein meisterwerk machen wollen. sicherlich, am ende ist alles geschmacksache. und deshalb ende ich diesmal wie schon des öfteren - dies ist schlichtweg literatur, die nicht für mich geschrieben wurde ...

BEWERTUNG: *
****






Annegret Held - Die letzten Dinge

annegret held hat ein wunderbares buch geschrieben. sie beleuchtet sehr genau und mit viel einfühlungsvermögen den alltag in einem altenheim. das buch ist größtenteils überaus realistisch und beschreibt perfekt alle probleme, die zum einen mit dem alter aber auch mit der pflege von alten menschen auftreten. alle personen sind sehr treffend gezeichnet, gleichermaßen die patienten wie auch die pflegekräfte. ein teilweise sehr trauriges buch, welches aber stellenweise wieder einen herrlichen humor aufweist. "die letzten dinge" ist ein überaus lesenswerter roman, der zum nachdenken anregt. man sollte sich ruhig einmal die zeit nehmen darüber nachzudenken, was uns im alter erwarten könnte. sehr empfehlenswert!

BEWERTUNG: *****






Thomas Mann - Die Erzählungen

thomas mann - wohl einer der größten deutschen autoren überhaupt. jetzt, zu seinem 50. todestag, hat der s. fischer verlag einen wunderbaren band mit all seinen erzählungen herausgegeben. dies alles noch zu einem sensationellen preis von 10 euro. ein großes lob hierfür.

wie sieht es allerdings mit dem inhalt aus? nun ja, ich muss leider zugeben, dass ich mit mann nicht sonderlich viel anfangen kann. es mag wohl sein, dass ich nicht reif genug für diesen autor bin. einen abend lang habe ich mich mit diesem buch beschäftigt. hierbei vor allem eine seiner bekanntesten erzählungen "der tod in venedig" gelesen. nun gut, dies alles ist schon ganz nett und lesenswert, aber für mich leider unendlich langweilig. es scheint als könne ich mich thomas mann nichts anfangen. mir ist das ganze zu undurchsichtig und anspruchsvoll geschrieben. nicht, dass ich etwas gegen literatur hätte, auf die man sich konzentrieren muss, aber bei thomas mann fehlt mir leider an vielen stellen das verständnis. ich denke, ich bewundere die herrliche aufmachung dieses buches noch ein wenig, bin zufrieden, dass ich es jederzeit aus dem regal nehmen kann um darin zu schmökern. aber - ganz ehrlich gesagt - ich glaube, ich lasse mir noch etwas zeit damit. vielleicht kann ich in ein paar jahren genau die begeisterung für manns werk aufbringen, die er sicherlich verdient hat!

BEWERTUNG: **
***






Louis Begley - Schiffbruch
Louis Begley - Schmidt
Louis Begley - Schmidts Bewährung
Louis Begley - Mistlers Abschied

louis begley ist unbestritten einer meiner lieblingsautoren. ein schriftsteller, der eigentlich jedem bekannt sein sollte. denjenigen, die bisher noch nichts von seinen brillanten werken gehört haben, möchte ich hier einige vorstellen.

begley wurde 1933 in polen geboren. nach dem krieg siedelte er nach amerika über. dort arbeitete er als anwalt, ist mittlerweile sogar teilhaber einer kanzlei. erst im alter von 57 schrieb er seinen ersten roman "lügen in zeiten des krieges", der sogleich zum erfolg wurde.

leider muss ich gestehen, dass ich erst durch das buch
schmidt auf begley aufmerksam wurde. und von nun an war ich ihm regelrecht verfallen. denn "schmidt" ist ein wunderbares buch, es erzählt in einer herrlichen art und weise die geschichte eines alternden anwalts, dessen frau gerade gestorben ist. wäre dies nicht schon genug, nein, seine tochter möchte einen jungen anwalt heiraten. ein typ aus schmidts ehemaliger kanzlei, mit dem er leider nicht sonderlich viel anfangen kann. die probleme sind vorprogrammiert. in dem lokal, in dem schmidt häufig speist, lernt er dann aber die 20-jährige kellnerin carrie kennen. eine affäre beginnt, die zu anfangs für beide etwas großartiges ist. schmidt scheint glücklich. doch das auch dieser teil seines lebens nicht ohne probleme voran geht, ist klar. schließlich klafft zwischen den beiden ein altersunterschied von über 40 jahren. dies alles beschreibt begley einfach fantastisch. man fühlt, leidet und freut sich mit dem schrulligen, aber äußerst liebenswerten schmidtie regelrecht mit.

auch die fortsetzung
schmidts bewährung ist ein mehr als lesenswertes buch. denn begley schafft es die lebensgeschichte von albert schmidt perfekt fortzusetzen. zwar leben schmidt und carrie noch in einer harmonischen liebesbeziehung, doch sehr bald wird sich vieles ändern. all das, wovor schmidt schon immer angst hatte, nämlich dass carrie ihn wegen eines jüngeren verlässt, scheint einzutreten ... natürlich gibt es auch wieder probleme mit seiner meist sehr ungerechten tochter ...
man darf nicht viel verraten, man sollte sich überraschen lassen. diese beiden bücher sind für mich meilensteine der literatur. weil sie so herrlich geschrieben sind. sie erzählen im grunde eine zarte liebesgeschichte. und dies in keinster weise kitschig oder klischeehaft. aber auch andere probleme werden beleuchtet. beispielsweise die angst vorm älterwerden. anders könnte man sie auch als herrliche familienromane bezeichnen. vielleicht werden wir noch mehr von schmidt hören. ich bin kein fan von fortsetzungen, kann mir aber vorstellen, dass ein könner wie begley auch daraus wieder ein gutes buch machen würde.

auch
mistlers abschied beschäftigt sich wieder mit dem altern. es handelt von einem mann, der von seiner unheilbaren krebskranheit erfahren hat. spontan lässt er alles zurück und reist nach venedig um hier nach und nach mit seinem leben abzuschließen.

wer sich nicht an begleys alte werke halten will, dem sein sein neuestes buch
schiffbruch ans herz gelegt. auch dieses buch gehört zu dem besten, was ich derzeit gelesen habe. zwei männer begenen sich in einer bar, der eine erzählt dem fremden seine lebens- bzw. liebesgeschichte. es braucht ein paar seiten, bis man einen zugang gefunden hat. doch dann nimmt uns der autor quasi an der hand und reißt uns in die handlung. und man vermag diese hand nicht mehr loszulassen, bevor man das ende der geschichte erreicht hat. fabelhaft.

also, wer im wust der derzeitigen neuerscheinungen nichts passendes findet, der sollte das nächste mal im buchladen einmal bei "B" wie "begley" stöbern. vielleicht kann ich dann einen neuen leser in der fangemeinde dieses begnadeten autors bergrüßen ...

BEWERTUNG: *****






J. M. Coetzee - Elizabeth Costello

eines ist sicher: coetzee ist ein begnadeter autor. sein roman "schande" war ein wunderbares buch. mit "elizabeth costello" kann ich scheinbar nichts anfangen. nach ca. 100 seiten habe ich aufgegeben. und zwar nicht, weil mir das ganze nicht gefallen hat - nein - ich denke, ich war schlicht und einfach nicht in der stimmung. dies ist litaratur, die man nicht einfach mal so nebenbei lesen kann. ja, ich würde schon sagen, dass es sich hierbei um eine sehr anspruchsvolle lektüre handelt. und leider war ich zum derzeitigen zeitpunkt nicht bereit, mich darauf einzulassen. es kann also durchaus sein, dass ich dieses buch zu einem anderen zeitpunkt nochmal zur hand nehmen werde ...

BEWERTUNG: -






Michael Frayn - Das Spionagespiel

ein alter mann kehrt an den ort seiner kindheit zurück. er denkt nochmal über alles nach, was seinerzeit passiert ist und lässt uns leser daran teilhaben. ein buch über den krieg, wie er die menschen verändert. ein buch über das erinnern, das älterwerden, aber hauptsächlich auch über die kindheit und das erwachsenwerden. "das spionagespiel" ist ein ruhiges schönes buch! lesenswert!

BEWERTUNG: ****
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Ethan Hawke - Aschermittwoch

schon hawke's erstling "hin und weg" hatte mich seinerzeit sehr begeistert. eine wunderbare kleine liebesgeschichte. dies ist nun sein zweiter roman, auch wieder geht es um die liebe und die probleme, die damit verbunden sind. und auch dieses buch ist einfach wunderbar und sehr zu empfehlen. ich muss "aschermittwoch" buch leider kurz mit "liebeswut" (siehe oben) vergleichen. denn im vergleich zu frau eberstadt macht der autor hier alles richtig. er hat sich helden in seinem alter ausgesucht und ist somit in der lage, sich perfekt in sie hineinzuversetzen. außerdem schafft er es, der geschichte den nötigen drive mit auf den weg zu geben. das ganze ist spannend, jung, frisch, schräg. und vor allem hat es durchwegs einen gewissen charme. es kommen gefühle auf.

und eigentlich ist dieser ethan hawke ja ein schauspieler. stellt sich die frage, was kann er besser? was sollte er in zukunft vorrangig tun? ich würde mich jedenfalls freuen, bald wieder was von diesem durchaus talentierten autor zu lesen.

BEWERTUNG: ****
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