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BESUCH BEI ZERBERUS
von ANNE WEBER

Gebundene Ausgabe
112 Seiten
SUHRKAMP
ISBN: 3518416065
EUR 18,90
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KURZBESCHREIBUNG

Kann es sein, daß der Hölleneingang auf der Karte Frankreichs eingezeichnet ist? Tausende durchqueren Cerbère ? Zerberus ? auf dem Weg nach Süden, kaum jemand macht hier halt. Wer die Küstenstraße am Mittelmeer bis nach Spanien hinein weiterfährt, kommt nach Port Bou, einen Ort, der für den Übergang zwischen Leben und Tod, zwischen Lebenwollen und Aufgeben, zwischen Flucht nach vorne und endgültigem Innehalten steht. Die Reisende, die hier von sich erzählt, bleibt in Cerbère ? der kleinen Vorhölle. Sie fühlt sich an einem schonungslos Bilanz fordernden Endpunkt angelangt, steht sich selbst als einer Unbekannten gegenüber. Da erreicht sie eine Nachricht aus der deutschen Heimat: Der Vater, der bis dahin wie unantastbar, körperlos und somit unsterblich erschien, ist lebensgefährlich erkrankt. Der erinnerten Kindheit entsteigt die Welt des immer schon abwesenden Vaters als eine ersehnte, unerreichbare, zu der man nur hochschauen, aber in die man nicht vordringen kann. Gegen diese Welt der großen Geister den eigenen Kosmos zu schaffen und zu behaupten ist eine Aufgabe, der sich die Erwachsene stellen muß und endlich stellen will. So leichtfüßig tastend wie zielstrebig, so scharfsinnig wie poetisch begibt sich Anne Weber auf diese faszinierende Reise.

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MEINUNG

diejenigen, die meine reviews häufiger lesen, werden mittlerweile wissen, dass ich mich sehr gerne auf die meinung von elke heidenreich verlasse. durch sie habe ich zugegeben wunderbare literatur entdeckt und wurde bisher noch nie enttäuscht. bis zu diesem buch: "besuch bei zerberus". von heidenreich, und nebenbei bemerkt auch von vielen anderen kritikern, wurde dieses buch mehr als hochgelobt. stellt sich nur die frage: "warum"? was ist an diesem text so besonderes? für mich kann ich die frage ganz einfach und mit einem einzigen wort beantworten: "NICHTS!"

bei dieser art von literatur stellt sich mir wieder einmal die frage: "bin ich zu dumm, diesen text zu verstehen?" womöglich! vielleicht ist dies aber einfach eine art von schreibstil mit dem ich absolut nichts anfange kann. was will uns anne weber eigentlich sagen? um was geht es in ihrem buch? ich denke, diese fragen kann man einfach nicht beantworten. es gibt keine handlung. ich persönlich konnte auch keinerlei sinn in ihrem werk herauslesen. was ist dieser text überhaupt? ein roman? wohl kaum. eine biografie? vielleicht, ich weiß es nicht. für mich ist es schlicht und einfach eine aneinanderreihung wirrer gedanken, in denen ich keine logik erkennen konnte. es ist ein monolog, den anne weber uns hier vorlegt. aber was will sie dem leser eigentlich mitteilen?

mir kommt es so vor, als weiß es die autorin selbst nicht so richtig. als hätte sie sich vor ihren computer gesetzt und nach und nach ihre gedanken in die tastatur getippt. vielleicht wollte sie etwas verarbeiten? ihr leben? den tod ihres vaters? womöglich. ich denke, den klappentext des buches zu lesen bringt mehr erfüllung als der inhalt selbst. ich konnte keinen absatz lang konzentriert bei der sache sein, konnte an keiner stelle in den inhalt (sofern es einen gibt) eintauchen. einzig und allein webers sprache sei an dieser stelle gelobt. mit ihr kann sie wirklich umgehen. ist es das was sie wollte? eine art sprachliches kunstwerk anfertigen? wie ein bild vor dem man steht, nichts erkennen kann, keine absicht, keinen sinn, man aber entäuscht zugeben muss, dass die farben einfach wunderbar wirken. ist "besuch bei zerberus" ein gewollt konstruiertes kunstwerk der literatur? man sieht: fragen über fragen! fragen auf die ich keine antwort geben kann. was mich am meisten an der sache gestört hat, ist außerdem der preis des buches. 18,90 € für 112 seiten? muss das denn sein? aber auch hier bleibe ich ratlos vor meiner tastatur sitzen und tippe fassungslos buchstaben in meinen computer. und beende dieses review mit einem gefühl: ratlosigkeit ...

[bs | juni 2004]

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BEWERTUNG: *****