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SOLOALBUM
von BENJAMIN V. STUCKRAD-BARRE
Broschiert
243 Seiten
GOLDMANN
ISBN: 3442452031
EUR 7,90
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KURZBESCHREIBUNG
"Die Ausgangssituation ist klassisch: Der Ich-Erzähler, gerade mal Anfang Zwanzig, ist soeben von seiner Freundin verlassen worden; nach vierjähriger Beziehung nun per Fax der Schlußstrich. Ende, aus, vorbei. Natürlich ist der Verlassene im Moment des Aus so verliebt wie in all den Jahren nicht. Trotz verschiedener "Soloprojekte" in der gemeinsamen Zeit, trotz der gelegentlichen Gastrolle auf einer Single, sozusagen, fühlt sich der Erzähler schlecht wie lange nicht und merkt: ach, wie immer schon. Gebührend wird der Verflossenen hinterhergetrauert: Er ruft sie an, legt auf, geht joggen, sucht trinkend nach schnellem Ersatz, um doch nur wieder zurückzufallen, auf sie, auf sich und auf: OASIS. Denn natürlich hört er genau die Musik, die zu all seinem Unglück noch gefehlt hat. Götter des Britpop! "You and I gonna live forever?" Von wegen.
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MEINUNG
da zitiere ich eine filmkritik, die ich neulich über den gleichnamigen film (der meiner meinung nach unsäglich schlecht ist) gelesen habe: "mehr oder weniger schlechtes deutsches remake der verfilmung von "high fidelity" von nick hornby." was kein wunder ist, da ja das buch schon ein lauwarmer abklatsch von "hf" ist.
ständig kam mir beim lesen der gedanke, das kenn ich doch schon alles. auch wenn harald schmidt stuckrad-barre für begnadet hält (was ein wunder, war er vor seinem "kometenhaften" aufstieg in den pophimmel einer der autoren, die für ihn die gags seiner schmidtshow schrieben), denke ich, ist das einzige, was er gut kann, mit der deutschen sprache umgehen. seine wortschöpfungen haben mir teilweise sehr gut gefallen.
noch nervender war (ist), dass er sich zudem für einen menschen mit exquisitem musikgeschmack hält. sein held, nämlich er selber, hat auch wie bei nick hornby (hoppala) beruflich mit musik zu tun. und das bindet er dem staundenden leser ständig auf die nase. wobei sich hier der kreis wieder schließt, da ja oasis, die er scheinbar für das beste was 50 jahre rock und pop hervorgebracht haben hält, auch nichts eigenes geschaffen haben, sondern eigentlich nur andere bands kopieren, die um klassen besser sind als sie. mehr gibts dazu auch nicht zu sagen, nur soviel, dass das was er danach geschrieben hat, auch nicht nicht vom hocker reißt (hoffentlich werden diese bücher nicht auch noch verfilmt). mittlerweile ist er wahrscheinlich auch nicht mehr so hip, ich seh' auf jedenfall schon lange keine peek & cloppenburg-anzeigen mehr, in denen er für teuren designerzwirn wirbt. das popgeschäft ist halt ein schnelllebiges.
[gastkritik von joachim weng | 13. april 2004]
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BEWERTUNG: *****
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