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BALZAC UND DIE KLEINE CHINESISCHE SCHNEIDERIN
von DAI SIJIE
Gebundene Sonderausgabe
199 Seiten
PIPER
ISBN: 3492044514
EUR 12,90
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KURZBESCHREIBUNG
Eine witzige und zugleich traurige Liebesgeschichte Der Roman erzählt von zwei pfiffigen chinesischen Studenten, die es in ein gottverlassenes Bergdorf verschlagen hat. Ein Koffer voll westlicher Weltliteratur und eine entzückende Schneiderin retten ihnen das Leben. Sie hat einen dicken schwarzen Zopf, zwei hinreißende Schühchen aus rosafarbener Seide und das zauberhafteste Lächeln, das man sich vorstellen kann: die Kleine Schneiderin aus dem abgelegenen Bergdorf, in die sich der junge Luo gleich beim ersten Anblick verliebt. Er und sein Freund, zwei Studenten, die zur "kulturellen Umerziehung" hierher ans Ende der Welt verschickt wurden, merken bald, dass sie nur eine einzige Möglichkeit haben, ihre Haut zu retten: Sie müssen in den Besitz jenes wunderbaren Lederkoffers gelangen, der die - verbotenen - Meisterwerke der westlichen Weltliteratur enthält. Denn nur aus Balzac und Stendhal, aus Dostojewski und Dumas können sie die Lebensenergie und den Esprit schöpfen, die sie brauchen, um den Widrigkeiten ihres Daseins - und der Willkür des Dorfältesten Paroli zu bieten. Und vielleicht können sie am Ende sogar das Herz der Schneiderin gewinnen.
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MEINUNG
Nach der Beschreibung und dem Titel hätte ich auf etwas ganz anderes getippt, bin jedoch auch vom wahren Inhalt nicht erschreckt bzw. enttäuscht worden. Die Geschichte handelt von zwei heranwachsenden Männern, die im kommunistischen China zur Umerziehung aufs Land geschickt werden. Das die Geschichte dabei nicht Halt macht, ist klar, im Endeffekt handelt es sich um das Heranreifen und Erwachsenwerden der beiden Freunde, u.a. mit Balzac und u.a. mit der kleinen chinesischen Schneiderin. Das Buch liefert meiner Meinung nach, einen interessanten Einblick in die Kultur Chinas und die Handhabung selbiger, es werden Bedürfnisse aber auch Unterdrückung aufgezeigt. Ideal um mal etwas Landluft um die Ohren zu bekommen und sich vom "Mensch, geht es uns schlecht"-Feeling zu erholen.
Weiterlestipp hier: "Die Geisha" von Arthur Golden oder aber "Die wahre Geschichte der Geisha" von Mineko Iwaski, wobei diese da autobiografisch etwas reichhaltig sprachlich daherkommt.
[gastkritik von tina mündecke | april 2004]
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BEWERTUNG: *****
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