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DAS KOMA
von ALEX GARLAND

Gebundene Ausgabe
160 Seiten
GOLDMANN
ISBN: 3442310814
EUR 16
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KURZBESCHREIBUNG

Was ist wirklich? Was ist Phantasie? Und ist das Leben mehr als nur ein langer Traum? Als Carl, ein junger Mann, eines Nachts mit der letzten U-Bahn nach Hause fährt, wird er Zeuge, wie vier Männer eine junge Frau belästigen. Er versucht, ihr zur Hilfe zu kommen, doch er wird brutal zusammengeschlagen – und erwacht erst nach einigen Tagen tiefer Bewusstlosigkeit im Krankenhaus. Etwas später darf er nach Hause zurückkehren, und dabei muss er eine schockierende Entdeckung machen. Denn die Welt, die ihn umgibt, ist ihm plötzlich fremd, und er hat das Gefühl, sich in einer beklemmenden Traumlandschaft zu bewegen, die ihm unerklärlich ist. Doch so verzweifelt er sich auch bemüht, aus dem Labyrinth, in das er geraten ist, herauszufinden – es scheint kein Entrinnen zu geben. Traum und Wirklichkeit sind so untrennbar miteinander verwoben, dass Carl sich heillos darin zu verlieren droht ...

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MEINUNG

als ich vor vielen jahren garland's debut "der strand" gelesen hatte, war ich sehr angetan von diesem neuen und vor allem sehr jungen autor. er hatte gute arbeit geleistet und "der strand" ist ein wirklich lesenswertes buch geworden. nicht so möchte ich allerdings über sein neues werk reden. dieses ist nämlich mal wieder nichts anderes, als der versuch eines verlages mit dem bekannten namen eines autors geld zu verdienen! wohlgemerkt mit dem namen und nicht, wie man eigentlich meinen sollte mit der qualität des textes. hätte ein unbekannter diese worte eingereicht, ich bin mir ziemlich sicher, niemand hätte sie veröffentlicht! so etwas ist natürlich schon ärgerlich, wenn auch von seiten des verlages verständlich. warum sollte man sich auch weigern, mit diesem schrott geld zu verdienen?

ärgern könnte ich mich jedoch über zahlreiche positive kritiken zu diesem roman. und das ist auch schon der erste knackpunkt, nämlich "roman"! denn das kreide ich dann doch wieder dem verlag an! wie bitte kommt jemand auf die idee, ca. 80 seiten text als roman zu bezeichnen (viel mehr bleibt nämlich nicht mehr übrig, wenn man die "luftige" typografie berücksichtigt und die illustrationen weglässt). ist dies auch nur ein mieser, verkaufsfördernder trick? ein "roman" ist dies auf gar keinen fall, wohl eher eine novelle, oder besser gar nur eine etwas längere kurzgeschichte.

die grundidee der geschichte ist ja eigentlich noch ganz gut, um endlich auch mal aus das buch selbst einzugehen. ein juger mann hilft in der u-bahn einer frau, die von ein paar typen belästigt wird, wird aber von diesen am ende brutal zusammen geschlagen. von nun an befindet er sich also im "koma". der rest ist schnell erzählt, es handelt sich fortan nämlich nur um ein paar langweilige phantasien und den versuch des helden, aus dieser scheinwelt zu fliehen. ob er es am ende schafft, kann sich der leser letztendlich selbst zusammen spinnen.

hier ist doch eines klar, ein juger autor hat sich eigentlich an ein interessantes und kluges thema gewagt - nämlich was geschieht mit einem menschen im koma. was denkt dieser mensch, was empfindet er? doch garland ist, meiner meinung nach, kläglich an diesem versuch gescheitert. viel zu platt breitet er alles aus, viel zu unüberlegt und kraftlos. das buch hat man innerhalb von zwei stunden gelesen und am ende blieb für mich nichts als ratlosigkeit und enttäuschung. ich kann nur jedem raten, dieses büchlein zu leihen oder in der buchhandlung schnell mal zu lesen, um die gesparten 16 euro in lesenswerte literatur investieren zu können. der preis ist nämlich die nächste, aber auch letzte frechheit über die ich schreiben möchte.

um wenigstens noch zwei punkte in der bewertung vergeben zu können, möchte ich die fabelhaften illustrationen von garlands vater erwähnen, die alle enttäuschung dieser lektüre wenigstens optisch doch noch ein wenig aufwerten können.

also alex, setzt dich doch mal hin und schreib wieder ein gutes buch! denn dieses kannst du getrost in die tonne treten. niemand würde es vermissen!
und hoffentlich wird es auch niemand kaufen. das ist nämlich das, was ich an dieser stelle nur jedem raten kann!

[bs | oktober 2004]

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BEWERTUNG: *****