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HALLOWEEN
von STEWART O'NAN
Gebundene Ausgabe
256 Seiten
ROWOHLT
ISBN: 3498050338
EUR 19,90
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bei amazon.de
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KURZBESCHREIBUNG
Halloween, Tag der lebenden Leichen. Die Geister dreier toter Teenager
kehren aus dem Zwischenreich zurück nach Avon, Connecticut. Vor genau
einem Jahr sind sie hier gestorben: eine rasende Tour über den Highway,
die Smashing Pumpkins laut aus den Boxen, ein Joint, hinter ihnen ein
Polizeiwagen mit heulender Sirene. Eine scharfe Kurve. Ein Baum. Nun
sehen sie nach den Freunden, die den Unfall überlebt haben: Kyle, entstellt
und debil, und Tim, völlig unverletzt, aber innerlich "längst tot".
So etwas merken Geister, und sie merken auch, dass Tim etwas Schreckliches
vorhat. Doch sie können es nicht verhindern, gegen den Willen der Lebenden
kommen sie nicht an. So nimmt ein neues Verhängnis seinen Lauf. Stewart
O'Nan kehrt mit "Halloween" zurück zur Thematik von "Engel im Schnee"
und "Die Speed-Queen": "Jung und kaputt im Herzen des Landes" sind seine
Helden, im defätistischen Lebensrausch zwischen Shopping Mall und Dunkin'
Donuts. Ein Roman wie ein Gespensteralptraum, hypnotisch, cool, geschrieben
wie auf Speed.
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MEINUNG
wieder ein buch, welches ich ratlos zuklappe und ich mich darüber
ärgere mein geld und vor allem meine zeit damit verschwendet zu
haben. fassungslos überlege ich, warum "halloween" von
den kritikern so positiv aufgenommen wurde. denn ich konnte diesem roman
rein gar nichts abgewinnen.
dabei hätte ich es mir denken können. schon vor jahren als
ich stewart o'nans "speed queen" gelesen hatte, war mir klar,
dieser autor schreibt nicht für mich. ich kann mit seiner art von
litaratur nichts anfangen. die lebensschichten, die er beschreibt interessieren
mich nicht. dabei klang bei seinem neuen werk alles so vielversprechend.
die idee mag auch immer noch gut sein, die umsetzung war jedoch absolut
nicht mein ding.
die handlung ist schnell erzählt. genau vor einem jahr gab es in einer amerikanischen kleinstadt einen schweren autounfall. fünf jugendliche befanden sich im wagen. drei davon waren sofort tot, einer überlebte das unglück unbeschadet und der letzte kam zwar lebend, aber mit einer schweren geistlichen behinderung davon. die geschichte wird von einem der toten erzählt, und zusammen mit den zwei anderen "geistern" beobachten sie nun quasi die überlebenden. und was für manche leser wohl unendlich tragisch erscheinen mag, nämlich zu sehen, wie diese überlebenden versuchen mit dem schrecklichen unglück fertig zu werden, war für mich mehr als nur unbedeutend. mich konnten die schicksale, mögen sie noch so traurig sein, an keiner stelle des romans berühren. im gegenteil, ich fand das ganze einfach nur schlichtweg unendlich langweilig.
vielleicht liegt es auch an o'nans sprache, die mich einfach nicht fesseln
konnte, die es nicht geschafft hat, mich in die handlung hineinzuziehen.
von jedem kleinen geräusch wurde ich abgelenkt, ständig war
ich im begriff, das buch zur seite zu legen um etwas besseres mit meiner
freizeit anzufangen. hätte ich es nur getan. denn im nachhinein
wurde mir klar, dass der roman genauso trist und langweilig endete,
wie er begonnen hatte.
für viele leser und auch kritiker scheint dieses buch ein kleines
meisterwerk zu sein, leider jedoch nicht für mich. mögen alle
davon begeistert sein, ich bin es leider nicht ... vielleicht liegt
es daran, dass das hier beschriebene kleinstadt-amerika für mich
vollkommen uninteressant scheint. dieses buch mag im gewissen sinne
ein wunderbares beispiel für das leben dort sein, für mich
jedoch war es schlichtweg stinklangweilig. außerdem hat es o'nan
an keiner stelle des buches geschafft, mir die trauer und verzweiflung
der zurückgebliebenen sichtbar zu machen. und so war sein text
nichts anderes als eine andeinanderreihung sinnloser ereignisse. und
nach dem zweiten buch dieses autors ist mir nun wohl endgültig
klar, er schreibt einfach keine bücher, die mir gefallen ...
[bs | august 2004]
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BEWERTUNG: *****
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