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DER DANTE CLUB
von MATTHEW PEARL
Gebundene Ausgabe
480 Seiten
HOFFMANN UND CAMPE
ISBN: 3455058809
EUR 22,90
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KURZBESCHREIBUNG
Wenn an Worten Blut klebt ... Boston, 1865. Ein Serienmörder geht um. Nur die Mitglieder des Dante Clubs ahnen, dass es für seine bestialischen Morde ein Vorbild gibt: Dantes „Inferno“.
Der Dichter und Übersetzer Henry Wadsworth Longfellow arbeitet an einem hoch ambitionierten Projekt. Mit anderen Schriftstellern, Harvard-Gelehrten und dem Verleger J. T. Fields hat er einen Zirkel ins Leben gerufen, der sich zum Ziel gesetzt hat, Dantes „Göttliche Komödie“ erstmals einem amerikanischen Lesepublikum zugänglich zu machen. Ein Unternehmen, dem die Universitätsleitung mit großer Skepsis gegenübersteht. Fürchtet man doch die fremden literarischen Einflüsse nicht weniger als die ausländischen Immigranten. Die Arbeit des Dante Clubs kommt jäh zum Stillstand, als die Mitglieder erkennen, dass die bestialischen Bostoner Morde nach dem Muster der Höllenqualen in Dantes „Inferno“ begangen wurden. Von nun an das wissen die Gelehrten stehen nicht nur weitere Menschenleben auf dem Spiel, sondern auch ihr ehrgeiziges Übersetzungsprojekt. Um den Volkszorn nicht auf Dante und den Club zu ziehen, bleibt ihnen nur eine Möglichkeit: im Verborgenen nach dem Mörder zu suchen und ihm Einhalt zu gebieten. Fieberhaft versuchen sie, die nächsten Schritte des Täters vorauszuahnen, um dann doch wieder von ihm überholt zu werden. Noch wissen sie nicht, dass der Schlüssel zu den geheimnisvollen Morden dort liegt, wo sie ihn am wenigsten vermutet hätten.
Spannend wie Caleb Carr, abgründig wie der große Kinoerfolg „Sieben“. (hoffmann und campe)
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MEINUNG
leider ist dies wieder einmal ein buch, welches ich ungelesen zurück ins regal gestellt habe. dabei klang alles so vielversprechend. das erstlingswerk eines jungen autors, spannend, außergewöhnliche morde und das alles im zusammenhang mit dantes "inferno". darauf habe ich mich eingestellt, auf 500 seiten spannungsliteratur. doch scheinbar wurde ich vollkommen falsch informiert. denn spannend ist dieser roman scheinbar nicht. wenigstens nicht auf den ersten 130 seiten. denn bis dorthin habe ich mich durchgequält. dann war mir allerdings meine zeit zu schade.
zwar fängt der roman recht spektakulär an, nämlich mit einem ekeligen mord. doch nach wenigen seiten verlassen wir den tatort leider schon wieder. und lernen die hauptpersonen des buches kennen. doch all diese akteure waren mir so unglaublich egal, wer sie waren und was sie in bezug auf das literarische leben in boston zu tun hatten, all das fand ich unheimlich träge und langatmig beschrieben. da konnte selbst der nächste leichenfund nichts mehr daran ändern um zu der entscheidung zu gelangen: "dieses buch ist nicht für mich geschrieben".
möglicherweise wäre das buch noch besser geworden. ganz klar, dies kann ich natürlich nicht mehr beurteilen. doch bin ich der meinung, wenn mich ein roman nach mehr als 100 seiten nicht zu fesseln vermag, dann wird er es auch im weiteren verlauf der handlung nicht mehr schaffen. warum macht pearl eigentlich solch einen schwerwiegenden fehler? wenn ein text in der mitte etwas nachlässt, damit kann man ja noch leben. aber wenn ein buch über die ersten hundert seiten hinweg zäh und uninteressant geschrieben ist, dann ist das letztendlich der größte fehler den ein autor machen kann.
doch ich denke, es wäre unfair, ausschließlich dem schriftsteller die schuld zu geben. was mich am meisten ärgert ist, dass die medien dieses buch vollkommen falsch präsentieren. allen voran natürlich der verlag selbst. denn wenn ich in der kurzbeschreibung lesen muss, dass dieses buch mit dem meisterwerk "sieben" verglichen wird, dann stellt sich mir schon die frage, ob der schreiber dieses textes den roman überhaupt gelesen hat. oder ist dies am ende nur ein gemeiner trick, dem publikum ein nicht allzusehr gelungenenes buch schmackhaft zu machen?
[bs | august 2004]
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BEWERTUNG: *****
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