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COOKYS
von WERNER KÖHLER
Broschiert
320 Seiten
KiWi
ISBN: 3462033522
EUR 9,90
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KURZBESCHREIBUNG
Erzählt wird die Geschichte einer Leidenschaft ? das Kochen. Der Ich-Erzähler Gerd Krüger alias ?Cooky? beschreibt seine Suche nach einer eigenen Identität und den mühsamen Weg des Erwachsenwerdens. Nach endlosen Versuchen, die Sprachlosigkeit der Adoleszenz mittels intensivem Drogengebrauch zu überwinden, beginnt er, seiner wirklichen Leidenschaft mehr und mehr zu trauen: er kocht und kocht und kocht. Dabei mausert er sich vom noch sehr jungen Hobbykoch zum ambitionierten Laien und schließlich zum überaus erfolgreichen Leiter des Spitzenrestaurants ?Cookys.? Der Autor verknüpft den Verlust der Kindheit und den Eintritt in die Welt der Erwachsenen mit dem Selbstmord eines langjährigen Weggefährten. Dieser Tod und die daran anschließende Trauerwoche, bilden die Essenz und dienen als Rahmen für einen kulinarischen Entwicklungsroman, der wie ein formidables Drei Sterne Menue daherkommt. ?Cookys? ist auch ein Roman über die Unmöglichkeit von Nähe und Liebe. Ohne Selbstbewusstsein schlittert die Generation der in den fünfziger Jahren Geborenen eher durch die Jahre, als dass Lebensentwürfe ihre Handlungen bestimmen. Der vorliegende Roman ?Cookys? ist ein Bekenntnis zu Freundschaft und selbstbestimmtem Handeln. Vor allem aber ist es ein Buch über die alles vereinende Kraft des Kochens. Der vorherrschende Ton ist melancholisch, aber immer wieder auch heiter und zum Lachen reizend. Das märchenhafte Ende ist trotz seiner Wehmut voller Hoffnung... Ein Roman über den Verlust der Kindheit und das Erwachsenwerden. Ein Buch über die Schwierigkeiten der Liebe. Vor allem aber eine Liebeserklärung an die alles vereinende Kraft des Kochens.
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MEINUNG
eines vorweg: "cookys" ist ein wunderbarer roman geworden. es macht unheimlich spaß dieses buch zu lesen. letztendlich ist dies natürlich keine hochanspruchsvolle literatur, aber eine, die ungemein unterhaltsam ist.
der autor, werner köhler, ist eigentlich gelernter buchhändler. doch seine große leidenschaft, das kochen, hat ihn dazu gebracht selbst zu schreiben. so hat er schon einige kochbücher veröffentlicht. "cookys" ist sein erster roman und als debut mehr als gelungen...
köhler erzählt uns die geschichte von gerd krüger. die liebe für das kochen ist auch die größte leidenschaft des "ich-erzählers". und so hat es "cooky", wie ihn seine freunde nennen, weit gebracht. er hat eines der besten und angesagtesten restaurants in der stadt. ein wunderbares lokal, welches in einer alten, umgebauten fabrik seine gäste einlädt. man wünscht sich regelrecht, solch eine location in der eigenen stadt zu haben. den erfolg hat gerd nicht allein seinen kochkünsten zu verdanken, nein, auch seine "regeln" haben ihn so weit gebracht. so bekommt man im "cookys" nur einen platz, wenn man reserviert hat. ist dies nicht der fall wird man abgewiesen. und so kann man die fantastische atmosphäre, in welcher die "meister" in der mitte des lokals, für alle einsichtlich, ihre menues zaubern leider nicht erleben. und das obwohl immer ein großer tisch in der nähe der küche frei ist. doch dieser ist für cookys freunde reserviert und für sonst niemanden.
auch an diesem abend sitzen all seine freunde wieder zusammen. nur einer fehlt: tom. und das ist reichlich ungewöhnlich, denn tom ist stammgast. er ist eigentlich jeden abend da. schon bald wird klar, warum dies heute nicht so ist. denn tom hat sich umgebracht.
so beginnt der roman. und von nun an erfahren wir, vor allem in rückblenden, von cookys leben und auch vom leben seiner zahlreichen freunde. wir begleiten gerd bei dingen, die wohl jeder von uns erlebt hat. die ersten sexuellen erfahrungen, die ersten enttäuschungen in sachen liebe. und dies ist ein stichwort, denn gerd ist nicht gerade das, was man einen "weiberheld" nennen könnte. nein, diesen part darf er leider meist nur bei seinem besten kumpel pete beobachten. während dieser reihenweise und ohne jede mühe die mädels abschleppt, zieht cooky leider meistens den kürzeren. dies alles mag voller klischees sein. wohl richtig. aber die wunderbar einfache und charmante erzählweise von werner köhler lässt über vieles hinwegsehen.
und so erlebt man gerne cookys erste kontakte mit mädchen und später vor allem auch mit drogen. denn die clique mausert sich im lauf der jahre zu wahren "drogenabhängigen". kein drink, kein joint, keine pille wird abgelehnt. das dies irgendwann zu einem bitteren ende führt, braucht man wohl nicht zu erwähnen.
und bei all seinen problemen flüchtet sich cooky in seine liebe für das kochen. es scheint immer eine art glück für ihn zu sein, außergewöhnliche gerichte zubereiten zu dürfen. und scheinbar hilft ihm dieses können auch über den ein oder anderen kummer hinweg...
wie schon zu anfangs erwähnt, "cookys" hat mich schwer begeistert. dieses buch bietet so vieles. es ist eine geschichte über liebe, sehnsucht, über das erwachsenwerden, über die macht der freundschaft und vor allem ist es eine liebeserklärung an das kochen. und all dies zusammen macht diesen roman zu etwas ganz besonderem.
köhlers sprache ist so wunderbar einfach und leicht zu lesen, ohne dabei kitschig zu wirken. ja, natürlich sind einige szenen des buches recht klischeehaft. doch das macht nichts. denn in diesem fall schafft man es perfekt sich mit den personen des buches zu identifizieren. jeder hat wohl schon ähnliches erlebt, genauso wie die helden dieser geschichte.
ich denke, dies ist ein buch, welches für jeden etwas bereithält. und somit kann ich jedem diese bezaubernde geschichte nur wärmstens an herz legen. schade, dass der roman nach 330 seiten schon zu ende ist. denn ich war noch lange nicht satt und hätte mir gerne noch eine nachspeise gegönnt...
[bs
| april 2004]
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BEWERTUNG: *****
an
dieser stelle sei auch das interview
mit werner köhler erwähnt.
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